Beschützte Werkstatt

Ein geregeltes Leben

Von Montag bis Freitag gehen die Mädchen/jungen Frauen jeden Morgen mit ihrer Betreuerin zu ihrem Arbeitsplatz. Die „Beschützte Werkstatt“ befindet sich im Untergeschoß unserer Sozialstation. Arbeitszeit ist von 9 Uhr bis 17 Uhr, unterbrochen durch die zweistündige Mittagspause.

 

Sie helfen in der kleinen Tischlerei, weben wunderschöne Teppiche aus Wolle, flechten kleine Körbe aus Zeitungspapier, schneiden aus alter Kleidung und Bettwäsche Putzlappen, sammeln Wildkräuter für Tee, helfen in Lokod beim Säen und Pflanzen in den Gemüsegarten, jäten Unkraut und sind natürlich auch bei der Mais- und Kartoffelernte dabei. Im September wird in den Lokod-Obstgärten das Obst eingesammelt, Pflaumenmus gekocht und aus Tomaten Saft für die Wintersuppe eingekocht.

 

Die Mädchen/jungen Frauen überraschen uns immer wieder mit ihrer Lernfähigkeit. In der so genannten Spezialschule haben sie weder Schreiben noch Lesen gelernt, galten als nicht lernfähig und sie durften die Spezial Berufsschule nicht besuchen.

Heute erledigen sie alle möglichen Arbeiten mit Freude und Ehrgeiz, würden oft nach 17 Uhr noch gerne weiterarbeiten und sind immer wieder STOLZ, wenn von Ihnen gefertigte Produkte von Besuchern gekauft werden und sie für ihr Arbeiten Lob und Anerkennung erhalten. Die „Arbeitstherapie“ trägt Früchte und steigert Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen unserer jungen Frauen.